Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

30
Dez
2017

Endlich daheim!

Am 16. Dezember, dem Tag vor dem dritten Advent, war es endlich soweit: LOTTE sollte in ihr Winterlager. Wir hatten uns mit Matthias verabredet, der dankenswerterweise nicht nur seinen Wagen, sondern auch sich selbst zur Verfügung gestellt hatte – vielen lieben Dank nochmal!

Bei unserem Start in Bargteheide war es noch etwas ungemütlich, aber auf dem Weg nach Kiel klarte es immer weiter auf und dann empfing uns die Ostsee mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.

Wir hatten als Aussage bekommen, dass alles fertig sei, wir müssten nur noch die Spanngurte anlegen und könnten dann mit unserer alten Dame Richtung Süden aufbrechen. Das Verzurren ging auch recht flott, aber im Innenraum musste doch noch einiges gesichert werden – normalerweise ist da ja auch ein Boden, auf dem die Sachen liegen können…

Das Ankoppeln an den Wagen von Matthias ging dann auch noch gut, nur stand LOTTE leider viel zu weit vorne auf dem Trailer und so berührten die Reifen schon fast das Innere der Radkästen, obwohl der Mercedes 140kg Stützlast verträgt. Nun war guter Rat teuer, aber wir hatten das Zugfahrzeug nur diesen Nachmittag und daher musste etwas geschehen.

Zum Glück waren drei der Angestellten der Werft für private Arbeiten auf dem Gelände und gemeinsam, mit Hilfe von zwei Gabelstaplern, stellten wir LOTTE 30cm weiter nach hinten auf ihren Trailer. Auch an die drei Junx herzlichen Dank!

Obwohl uns diese Aktion fast 2 Stunden gekostet hatte, ging es danach gut gen Süden und wir kamen sogar noch fast im hellen an.

An der Scheune haben wir aber nur den Mast entladen und das Boot hinein geschoben, dann war Feierabend, und zusammen mit Matthias ging es wieder nach Bargteheide und damit auch zu unserem Auto. Nach einer Runde mit den Hunden fanden wir auch noch einen guten Italiener, so fand der arbeitsreiche Tag einen schönen Ausklang.

Am Sonntag, als die Nachbarn der Bootshalle sicher alle gerade einen Adventskaffee genossen, bockten wir LOTTE auf, installierten unser Gerüst und entluden alles, was sich noch an Bord befand. Viele Teile wurden in der Halle verstaut, die Seile und das Geschirr kamen mit nach hause und wanderten nach einer Zwischenstation in der Wasch- oder Spülmaschine auf dem Dachboden.

Jetzt ist unsere alte Dame bereit für die Winterarbeiten und das sind dieses Jahr eine ganze Menge:

  • Reparatur des Ruderblatts
  • neuer Boden in der Kajüte
  • neue Auflager für die Böden in Cockpit und Kajüte
  • Reparatur der Sturmschäden
  • komplettes Überarbeiten der Bilge nach dem Tausch der Kielbolzen
  • komplettes Überarbeiten des unteren Teils des Unterwasserschiffs nach Neueinbau der Wrangen
  • Grundieren und Spachteln des Ballastkiels
  • Aufpolieren des Lacks im Cockpit
  • Ausbessern von Schäden am Mast und dem Rumpf

Zwischen den Jahren stehen die ersten Arbeiten an, hoffentlich wird es nicht zu kalt und es bleiben alle gesund – ein Totalausfall wie im letzten Jahr können wir uns in diesem Winter nicht leisten!

Kategorien: Winterarbeit