Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

Nachdem wir uns an den letzten beiden Wochenenden vor allem um den Lackaufbau der Aufbauten und des Cockpits gekümmert hatten, waren jetzt das Dach und der Rumpf dran. Wir hatten diese Flächen grundiert und gut durchgeschliffen, jetzt fehlte nur noch der Lack. Während Robbi noch kurz das Unterwasserschiff grundierte, begann ich mit den Abklebearbeiten am Dach. Im Prinzip ist das Verpacken ganz einfach: Eine große 12m-Plane wird über das Boot gelegt. Als erstes wird das Dach ausgeschnitten und ringsherum fixiert, danach wird die Plane an der Scheuerleiste so fest geklebt, dass sie durch die Druckluft beim Spritzen nicht zuviel flattert. Mit dem Überhang der Plane wird der Spiegel abgeklebt, der Steven verschwindet unter Malerkrepp. Entlang des Wasserpasses folgen eine 12m- und eine 5m-Plane, diese schützen dann auch gleich den Trailer.

Heute morgen war es dann soweit, wir hatten uns mit Sebastian für um 10 Uhr an der Halle verabredet. Bevor es losgehen konnte waren aber noch einige Arbeiten nötig: Als erstes mussten wir die Halle heizen…
…dann wurde alles entfettet.Sebastian spachtelte die letzten Unebenheiten……und dann war Lotte endlich bereit!Bevor der eigentliche Lack gespritzt werden konnte, mussten alle gespachtelten Stellen grundiert werden.Die Vorarbeiten haben (wie immer) eine Menge Zeit gekostet, die Lackierung selbst geht dann recht schnell. Erst kamen 2 Gänge auf das Dach, dann 2 Gänge auf den Rumpf. Dank unserer Heizung hatten wir zum ersten Mal die richtigen Temperaturen und so konnten wir nach Herstellerangabe lackieren. Zwischen den Gängen sollte der Lack 15 Minuten ablüften und danach war er tatsächlich handtrocken.Einen Besuch von meiner Mutter – mit Kaffee, Tee und Kuchen im Gepäck – nahmen wir als willkommene Pause und genossen vor der Halle die herrliche Frühlingssonne. Frisch gestärkt ging es dann an die letzte Runde: Auf Dach und Rumpf kam je noch eine Lage Lack.Jetzt sind wir auf das Endergebnis gespannt, aber der erste Eindruck ist schon genial. Bei diesen Temperaturen hat sich der Lack sehr schön gezogen und es hat sich nicht eine einzige Laufnase gebildet. Wie oft kamen wir nach den Lackiersessions der letzten Jahre zum Boot und mussten erkennen, wie sehr der Lack bei Kälte nachgelaufen war…


Kategorien: Winterarbeit