Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

13
Jul
2010

Zu heiß !!!

In diesem Jahr ist irgendwie alles anders, es gibt nur Extreme…

Bärbel und Helmut starteten am vergangenen Wochenende Ihren Sommertörn und da wir leider noch nicht los können – Robert muss noch 2 Klausuren schreiben – haben wir sie nur zwei Tage begleitet. Hatten wir bei Ihrem Besuch in Wackerballig noch frierend auf den Booten gesessen, 8 Grad Wassertemperatur und noch weniger in dem eisigen Wind, so war es jetzt einfach zu heiß. Am Samstag lag der deutsche Hitzerekord bei 38,8°C und obwohl es an der See sicher nicht ganz so heiß war, hatten wir aber eben auch keinen Schatten.

So trafen wir uns um 15Uhr im Stadthafen von Sønderborg auf ein kaltes Bier.

Gemeinsam ging es dann bei knaller Sonne, und ohne jeglichen Wind, unter Motor in den Alsensund und weiter nach Norden. Etwas südlich von Sottrupskov gingen wir dann auf der Westseite des Sunds vor Anker, nicht nur unten sondern auch oben zusammen vertäut.

Jetzt war erstmal Zeit zum Baden und Boot-putzen:

Und nach dem Baden war es auch kühl genug zum Abendessen – wir haben alles zusammengerafft, was auf dem Booten zu finden war und es wurde ein exzellentes Boots-Buffet. (Das bekommt man auf einem Luxus-Liner auch nicht besser hin…)

Bei herrlichem Wetter in einem tollen Revier, mit gutem Wein und gutem Essen, zusammen mit Freunden den Sommer genießen – benötigt das eine 15m Yacht? An diesem Abend haben wir alle vier wieder einmal festgestellt, warum wir Folkeboot segeln!

Am nächsten Tag, dem Sonntag, hätten wir eigentlich nach Hause gemusst… aber Robbi hatte seine Unterlagen zum Lernen dabei und so haben wir Petits Fours noch nach Mjelsvig begleitet. Der Tag war sehr viel angenehmer, dichte Wolken hingen am Himmel aber es waren trotzdem 25°C. Mit dem Wind kam auch ein kurzer warmer Landregen und während fast alle anderen Bootsbesatzungen das dicke Ölzeug raus kramten, genossen wir die Erfrischung.

Mit einem leichten SSW dauerte die Fahrt nicht lange und so kamen wir bereits nach knapp 2h in die Enge bei Stegsvig.

Kaum lagen wir gemeinsam fest am Steg in Mjelsvig – die wunderschöne Bucht aus den Cockpits voll im Blick – klarte es auch auf und wir mussten uns wieder um Sonnenschutz und Schatten Gedanken machen.

Nachdem Robbi den Nachmittag irgendwo im Schatten gelernt hatte, gab es wieder ein gemeinsames Abendessen – wieder kramten wir alles hervor, was die Bilgen zu bieten hatten und es konnte sich wirklich sehen lassen 🙂

Mit diesem wunderschönen Sonnenuntergang endete ein grandioser Tag – und wir stellten mal wieder fest: Mjelsvig ist immer eine Reise wert!

Gestern, am Montag, nahmen wir dann Abschied von Bärbel, Helmut und Petits Fours – für die drei beginnen jetzt 14 (hoffentlich) sehr schöne Urlaubstage! Wir kreuzten bei immer ungünstigeren Winden zurück nach Wackerballig – auf dem Alsfjord hatten wir einen ENE, auf dem Sund einen ESE und auf der Bucht einen SSE… immer fast gegen an 🙁

Immerhin haben wir es "just-in-time" nach Wackerballig geschafft, 3 Minuten nach unserem Anleger sah der Himmel so aus:

Kurz aber heftig – mit starken Sturmböen – fegten 2 Gewitter über uns hinweg. Sturzregen und Hagelschauer konnten wir dann in dem neuen kleinen Bistro im Hafen abwettern – gut, dass wir vorher so schnell waren! 😉

Kategorien: Törns

6 Kommentare bisher.

  1. michael scherer sagt:

    Hallo Jungs, war am Sonntag in Wacker, dachte, ihr seid schon los in Urlaub.
    Liebe Grüße
    Michael

  2. admin sagt:

    Nee, wir starten am 23. Juli – schade, dass wir uns verpasst haben!!

  3. Sebastian sagt:

    Super schöne Bilder! besonders das Glas auf dem Tisch gefällt mir! 😉

  4. admin sagt:

    Es freut einen doch immer, wenn der Künstler mit seinem Werk zufrieden ist 🙂

  5. dom sagt:

    immer fast gegen an… und ich war gar nicht mit… und nach Sweden gieng´s auch nicht… komisch 😉
    tolle Bilder!!! und auf viel Wind – dom

  6. Hans-Georg sagt:

    Robbi und die typische Seglerbräune.