Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester hatten wir genug Zeit, um LOTTE etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Wann immer es ging , fuhren wir zu zweit zur Halle – wenn Robbi am lernen war, fuhr ich alleine.

Als erstes machten wir uns an die Deckel der Backskisten. Die von Matthias angefertigte Leiste passte perfekt und dank der Domino-Verbinder war das Verleimen ein Kinderspiel. Leider zeigte sich beim Schleifen, dass sich alle Teile im Laufe der Jahre recht stark verzogen hatten und so ging es mit Hobel und Bandschleifer den gröbsten Stellen an den Kragen.

Wenn wir uns schon die viele Arbeit machen, dann machen wir es auch richtig: Für die Deckel wird es neue Scharniere geben, für die Scharniere neue Löcher. Daher haben wir alle alten Löcher mit Holzproppen verschlossen, bevor es mit den Deckeln weiter ging.

Nachdem alles sauber geschliffen war (40, 80, 120, 180er Korn), konnten wir die Deckel beizen und hoffen jetzt auf etwas bessere Temperaturen für ihre Grundierung.

Immer wenn wir einige Tage in der Halle verbringen, dann nutzen wir die Werkstatt auch für andere Dinge: In der letzten Woche habe ich mit der Aufhängung für eine Petroleumlampe für unser Wohnzimmer begonnen. Da wir in unserer Wohnung viel Teak und Mahagoni haben, konnte ich Teile der alten Fenster meines Vaters wieder einer neuen Bestimmung zuführen. Da unser Hobel leider nur bis maximal 5mm hobeln kann, hatte ich die Leisten bei meinem Besuch bei Matthias im Kofferraum – dessen Hobel kommt bis 3,5mm runter – und so ging es am zweiten Feiertag an das Verleimen.

Für mich war das eine ganz neue Erfahrung und obwohl ich eine ganz gute Form gebaut hatte, brauchte ich viele Versuche, bis alles endlich in seiner Form war. Jetzt härtet das Epoxi aus, und ich bin auf das Ergebnis gespannt – hoffentlich ist alles fugenfrei verklebt und auch stabil…

Natürlich ging es auch an LOTTE selbst voran! Da wir nur an wenigen Stellen echte Schäden im Lack haben, brauchen wir ihn nur kurz an zu schleifen und das geht auf der guten Oberfläche ganz einfach. Ein paar Gänge mit 400er Papier und der Lack ist bereit für eine Auffrischung. Lediglich an den Stellen mit Fugenmasse hat der Lack (oder der Primer) nicht gehalten, hier müssen wir uns noch etwas ausdenken…

Auch wenn es ein wenig von der Arbeit abhält, so ist Besuch immer schön und am letzten Freitag des Jahres gaben sich die Besucher förmlich die Klinke in die Hand. Kaum waren wir bei LOTTE angekommen, standen auch schon mein Vater und Karin in der Halle; auf dem Weg von Heikendorf nach Hannover liegt unsere Scheune ja direkt auf dem Weg und Karin hatte LOTTE noch nie außerhalb des Wassers gesehen.

Wenig später kam Ike und brachte uns die Pinne von Lycka zum Überarbeiten. Er brachte aber auch Kaffee und Kuchen, so dass wir die Werkstatt etwas hoch heizten und dann erstmal eine Pause machten – zu viel Arbeit kamen wir an dem Tag nicht mehr…

Heute haben wir einen Tag Pause eingelegt, aber mit dem neuen Jahr kommt eine neue Saison und die wollen wir rechtzeitig beginnen – aber morgen gibt es wieder viel zu tun an unserer alten Dame.

Kategorien: Winterarbeit

3 Kommentare bisher.

  1. Ecki sagt:

    Klasse Arbeit. Beneidenswertes Engagement.
    Haut rein!

  2. Hans-Jürgen Weise sagt:

    Ihr Lieben,
    auch von uns aus dem Süden die besten Wünsche für 2017
    „Bleibt dran am Schleifgerät“
    Mit herzlichen Grüßen
    Hans-Jürgen & Friederike

  3. Detlef sagt:

    Moin Moin ihr Beiden,
    ein gutes neues Jahr noch.
    Schön das ihr weiter macht. Klang schon manchmal ein wenig nach etwas Neuem. Freue mich schon auf ein Wiedersehen vieleicht in Arnis.
    Vieleicht schaue ich aber auch mal im Winter vorbei.An „Lill“ geht es jetzt auch wieder los.
    Gruß
    Detlef