Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

09
Okt
2013

2mal Oktober

Wie in jedem Jahr, so wollten wir auch in diesem noch einen Herbsttörn machen. Wenn die Tage kürzer, die Häfen leerer und das Wetter unbeständiger wird, dann erlebt man das vertraute Revier noch einmal ganz neu. Erkennt man zum Beispiel im Frühjahr hinter den – noch unbelaubten – Bäumen unbekannte Bauten, so teilt man sich die Nachsaison mit hunderten von Vögeln und die Wetterwechsel kommen auch schneller und extremer.

Für dieses Jahr hatten wir einen ganz besonderen Plan – unser Törn sollte zweimal stattfinden: Einmal auf LOTTE und einmal mit Nino auf Seewiefke.

Bei sternenklarem Himmel, und schon recht frischen Temperaturen, machten wir uns am Freitag, den 27.9., auf den Weg nach Wackerballig und erreichten den Hafen nach einigen Staus auf der A7 gegen Mitternacht. Die Tage zuvor hatte ein kräftiger Ostwind das Wasser in die Förde gedrückt und so mussten wir dieses Mal nicht nach „unten klettern“, um an Bord zu kommen, sondern konnten einfach übertreten. Da die Nacht mit 6°C um einiges kälter als die Ostsee war, wunderten wir uns über eine trockene Persenning und ein ebenso trockenes Deck. Im Boot war dann aber alles klamm… Einmal mit dem Lüfter auf 25 Grad und Durchlüften wirkte aber Wunder: die Luftfeuchtigkeit sank um knapp 20%.

So klar wie die Nacht, war dann auch der Morgen – zeigte das Thermometer im Schatten noch unter 10°C, so kletterte das Quecksilber in der herrlichen Morgensonne schon auf über 20 Grad. Bei strahlend blauem Himmel, aber absoluter Flaute, nahmen wir uns ersteinmal Zeit für ein ausgedehntes Frühstück und machten Pläne für den weiteren Tag. So lange kein Wind wehte, war Zeit für Erkundungen an Land, und so nutzen wir die Überreste des SSV in Kappeln, bummelten durch einige Geschäfte und kauften für Robbi ein paar neue Klamotten. Zurück an Bord war immer noch kein Wind, also kümmerten wir uns um LOTTE, reinigten noch ein letztes Mal in dieser Saison die Bilge.

Sonntag kam der Wind. Erst schwach, dann immer stärker und am Ende mit stehenden 6Bft. aus Südost – beste Bedingungen für unseren Törn in Richtung Innenförde. Bei östlichen Winden kann man in Wackerballig prima aus dem Hafen segeln, und so setzten wir erstmal die Fock und hatten schon in der Boxengasse über 5 Knoten.

Kurz hinter der Hafeneinfahrt, wir wollten gerade das Groß setzen, klingelte mein Telefon. Am anderen Ende der Leitung erzählte mir mein Vater, dass er kurz vorher an unserem Auto gewesen war… wo wir denn jetzt seien? Als wir das hörten, machten wir auf der Stelle kehrt, bargen die Fock und legten in dem Moment an, als er das Ende der langen Brücke erreicht hatte.

Nach einem kurzen Kaffee in der Marina Lounge kam er dann noch mit an Bord, es war das erste Mal seit Jahren, dass er LOTTE im Wasser besuchte und seine Neugier war dementsprechend groß.

Nach der Bootsbesichtigung ging es dann zum zweiten Mal an diesem Tag aus dem Hafen. Der Wind hatte mittlerweile derart zugenommen, dass wir fast 6 Knoten unter Fock machten und so beließen wir es bei nur einem Segel. Bei schönster Sonne ging es über die Geltinger Bucht Richtung Habernis und dann weiter in die Flensburger Förde. Draußen, ungefähr in Höhe der Untiefentonne vor Neukirchen, verließen wir dann auch den Schutz der Geltinger Birk und bekamen die volle Kraft der Wellen zu spüren… Unser Tagesziel war Egernsund, dort hatten wir am Montagmorgen eine Verabredung mit dem Bootsbauer Jochen Dunker. Als wir vor der Landzunge von Holnis unseren Kurs auf die Brücke vor dem Egernsund absetzten, bekamen wir das erste Mal an diesem Tag halben Wind… und was für einen Wind! Es pfiff gehörig in den Wanten aber durch die einsetzende Landabdeckung hatten wir keine Welle mehr und so konnte uns auch nichts bremsen. Wir legten nochmal einen guten halben Knoten an Geschwindigkeit zu und ehe wir uns versahen, waren wir vorbei an der „neuen“ Schwiegermutter und 8 Minuten vor der Öffnungszeit an der Brücke.  Die Werft Toft (und damit ihr Inhaber Jochen Dunker) war uns von Bärbel&Helmut wärmstens empfohlen worden; die Beiden hatten in den letzten Jahrzehnten dort nur die besten Erfahrungen gemacht und da wir in diesem Jahr zwei „größere“ Probleme haben, wollten wir mit LOTTE dort einmal vorstellig werden.Am Montag Morgen, wir hatten uns extra auf einen Platz direkt vor dem Werfttor gelegt, wurden wir freundlich von Jochen (da er so lange in Dänemark arbeitet, verbat er uns das „Sie“) begrüßt, sollten aber erstmal in Ruhe Frühstücken und dann zu ihm in die Halle kommen. Gesagt, getan. In seiner Werft stellte er mit sichtbarer Freude unser Interesse an seinem eigenen Boot, der Werkstatt und seine Arbeiten fest und so gab es erstmal eine längere Tour mit Präsentation jedes Werkzeugs und aller aktuellen Arbeiten. Was wir sahen, war nicht nur sauber und ordentlich, sondern auch von grundsolider handwerklicher Qualität, so dass wir gerne mit ihm an Bord gingen.

Dort zeigten wir ihm unsere Leckage unter der Scheuerleiste, die extremen Risse am Vorluk, den Rost in der Bilge und noch einige andere Kleinigkeiten. Langsam arbeiteten wir uns Punkt für Punkt vor und bekamen in den fast 3 Stunden an Bord nicht nur wertvolle Tipps für unsere eigenen Vorhaben, sondern auch einiges an Lob für die gute Arbeit in den letzten Jahren. Als Jochen dann noch bestätigte, dass der Rost in der Bilge vom Mastfuß und nicht den Kielbolzen kam, war auch Robbi endlich beruhigt!

So wurden wir uns schnell einig und LOTTE wird dieses Jahr nach Egernsund überführt, dort auf den Trailer gesetzt, repariert und erst dann nach Hamburg geschleppt.

Zufrieden und bei bestem Wetter verließen wir Toft und setzten Kurs Ost, raus aus der Förde, genau gegen den Wind.

Unter Fock und gerefftem Groß ging es wieder vorbei an der Schwiegermutter und Holnis, hinein in die Wellen der Förde. Es wurde nass, nässer und zunehmend ungemütlich. Da wir, direkt auf unserem Kurs, voraus den Hafen von Langballig liegen sahen, entschieden wir uns dort anzulegen. Langballigau ist immer sehr gemütlich; der kleine Hafen hat nicht den ungastlichen Charme einer großen Marina, trotzdem sind alle Annehmlichkeiten wie Restaurants und ein freies WLAN vorhanden.

Windgeschützt, und in der herrlichen Nachmittagssonne, entschieden wir uns auch das Deck noch einmal zu reinigen – alles was jetzt passiert, erleichtert uns die Arbeit im Winter. So kramten wir nach einem leckeren Fischbrötchen von Odin die Schrubber und Bürsten hervor und machten uns an die Arbeit.

Nachdem LOTTE nicht nur glänzte, sondern gleich zwei Spaziergänger fragten ob wir denn ein neues Deck hätten, war auch Robbi endlich mit seiner Arbeit zufrieden und es gab erstmal eine kleine Pause und einen Tee. Abends mussten wir dann leider feststellen, dass das „Muscheln – all you can eat“ in dem Fährhaus nur für das Wochenende galt… und so musste Robbi mit kleineren Portionen zurecht kommen. Da er nicht satt wurde, gab es ein weiteres Essen und auch das reichte nicht… Sein recht lautes „Vielleicht haben wir an Bord noch etwas zum satt futtern…“ konterte die Kellnerin dann geschickt mit einem „Na dann, guten Appetit!“

Am Dienstag ging es dann, nach einem doppelten Frühstück, weiter aus der Förde raus. Der Wind (und damit auch die Wellen) hatte etwas nachgelassen und in der perfekten Herbstsonne kreuzten wir nach Osten.

Natürlich gab es noch genug Wellen, aber gut verpackt war uns das egal – wir segeln ja Folkeboot! (Hilfreich waren natürlich auch die noch recht angenehmen Wassertemperaturen; als wir Anfang Mai vor Langballigau kreuzten, halfen nicht mal dicke Handschuhe und Faserpelz…)   Als wir auf der Höhe von Habernis waren, überlegten wir kurz: Dänemark oder Wackerballig? Wir entschieden uns für den Heimathafen, denn der Wind sollte am nächsten Tag nicht nur wieder kräftig zu nehmen, sondern wir hatten auch noch einen besonderen Plan, für den wir erstmal mit meiner Mutter telefonierten.

volle Distanz: 21.15 NM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.03 knots
Gesamtzeit: 01:11:01

Unsere Idee war, dass meine Mutter am Mittwoch mit meiner Großmutter nach Wackerballig kommt. Diese hatte 2013, zum ersten Mal seit über 40 Jahren, den Sommer nicht in Wackerballig verbracht und wir hörten ihre Sehnsucht in jedem Telefonat und erkannten sie in ihrem Blick bei der Betrachtung unserer Bilder… da meine Mutter keine weiteren Pläne hatte, verabredeten wir, dass ich Oma am Mittwoch nach dem Frühstück anrufen und einladen solle.

Anfangs war Oma wohl etwas überrumpelt, aber schon eine halbe Stunde später stand sie abreisebereit bei meiner Mutter vor der Tür! Es muss ein schnelle Fahrt gewesen sein, denn nach knapp 2h waren die beiden schon an der Ostsee und Oma ließ es sich nicht nehmen nochmal über den ganzen Zeltplatz zu spazieren, bevor wir dann zu LOTTE rausgingen. Bei phantastischem Wetter ging es dann über die lange Brücke zur Marina Lounge, genau wie exakt ein Jahr zuvor. Nach Torten, Kuchen, viel Kaffee und auch etwas Bier, während meine Mutter noch ein paar Photos zeigte, wollte Oma unbedingt nach draußen, über die Ostsee blicken und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Oben, auf dem Dach der Marina Lounge, kann man beides und so machten wir es uns dort oben gemütlich.So verging der Nachmittag wie im Fluge und wir hatten plötzlich nicht mehr so viel Zeit, um uns auf die Ankunft von Nino vor zu bereiten… aber auf die A7 ist doch Verlass: Mit tüchtig Stau braucht auch Nino knapp 6h von Hannover an die See, etwas mehr als die normalen 3,5h…

Wir hatten also doch noch genügend Zeit auf LOTTE aus- und auf Seewiefke einzuladen, das Boot zu lüften, gemütlich herzurichten und Abendessen zu bereiten – das wurde ein fröhlicher Empfang!

Unser gemeinsamer Plan war es einen „Männertörn“ zu verleben, gerne mit langen Schlägen, Wind und Welle. Das verlängerte Wochenende bot sich perfekt dafür an, denn Gunther (der lieber etwas gemütlicher segelt) musste am 4. Oktober arbeiten und so hatten wir gut Zeit. Das Wetter fand unseren Plan wohl auch sehr gut, den pünktlich zu Törnbeginn am Donnerstag Morgen drehte der Wind tüchtig auf und kam mit 6 bis 7 Bft. aus Südost.

Ursprünglich wollten wir in einem Schlag südlich an Ærø vorbei und dann nach Strynø, aber der harte Wind ließ das nicht zu… So entschieden wir uns dazu erstmal nach Kalkgrund zu segeln und dann zu gucken, ob wir genug Ost halten können, um ohne zu Kreuzen um Als herum zu kommen. Beim Leuchtturm stand schon eine ziemlich hohe See, aber Nino als unser Skipper meinte, dass Seewiefke das sicher schaffen würde – so nahmen wir Kurs Ost, um dann nach Lyø zu laufen. Auf der Höhe von Gammel Pøl wurde es richtig ungemütlich, der Wind nahm auf gute 7 Bft. zu und die Welle kam mit 1,5 bis 2m mit der ganzen Anlauffläche von Kiel herauf.

Wir wollten aber „so richtig“ Segeln und daher konnte und alles nicht schrecken, bis wir ein Loses Want entdeckten. Es handelte sich zwar um ein unterwant auf der Leeseite, aber einen Kreuzschlag konnten wir nicht ausschließen und so musste ich nach vorne. Sicher, auf Seewiefke ist alles etwas größer und sie liegt auch etwas stabiler in den Wellen, aber denoch war die See recht hoch…

Kurz, nachdem ich von meiner erfolgreichen Reparatur wieder im Cockpit war, sahen wir auf unserer Luvseite einen Segler mit stark gerefftem Groß und Sturmfock – wenn man sowas sieht, dann ist wohl wirklich viel Wind. Hinter Skjoldnæs, der Nordspitze von Ærø, wurde die See dann etwas ruhiger… der Wind nahm aber weiter kräftig zu. Trotzdem wurde die Fahrt jetzt etwas einfacher und Nino gab gern das Steuer aus der Hand. Sein friedliches Gesicht beim Sonnen zeigte uns, dass er mit meinem Steuern und dem Verhalten seines Boots bei diesem starken Wind doch zufrieden war. Als wir den Hafen von Lyø erreichten, war dieser beinahe leer. Lediglich fünf oder sechs Gastlieger hatten sich hierher verirrt und von den Crews der Boote war niemand zu sehen. Als wir an dem neuen Mittelsteg, mit dem Bug in den Wind, eine Box ansteuerten, kam eine Frau aus dem Nachbarboot, half uns, und verschwand dann mit dem Hinweis auf 18 bis 19m/s Wind wieder im Salon ihrer Yacht.

Wir nutzen das herrliche Sonnenwetter und machten uns auf, die Insel zu erkunden. Lyø ist immer einen Besuch wert, aber die meisten Besucher kommen nur bis zu dem malerischen Dorfkern oder dem Kaufmannsladen; die Insel ist aber noch viel größer, vorbei an vielen zum Verkauf stehenden Häusern gelagt man zur Kirche und dann in die Felder auf der Westseite.

So spazierten wir vorbei an Apfel- und Birnbäumen, Flieder- und Brombeeren – jede Ecke lud zum Verweilen und Naschen ein, aber wir hatten ein anderes Ziel: Auf Lyø befanden sich einmal ungefähr 50 Hoch- und Langhünengräber, von denen heute aber nur noch fünf intakt sind.  Das größte und am besten erhaltene Hünengrab, nämlich der Klokkesten – eine Hünengrabkammer aus der Zeit zwischen 3500-3100 v. Chr. – liegt auf einem 20 Meter hohen Hügel auf der westlichen Seite der Insel. Um 1920 wurde ein Gehölz um den Klokkesten gepflanzt, welches von den Inselbewohnern als Versammlungsplatz genutzt wurde. Heute kommen hier gerne die weniger lauffaulen Segler hin, um den Sonnenuntergang zu erleben. Der Klokkesten hat seinen Namen daher, dass man glockenähnliche Klänge durch das Schlagen an verschiedene Stellen des Decksteins erzeugen kann. Der Sage nach bekommt man dann einen Wunsch erfüllt! Was (oder besser wen) sich Nino am Klokkesten wünschte, war uns sofort klar – für Robbis Wunsch mussten wir aber erst an Bord zurück, denn dort warteten die Zutaten für ein leckeres Abendessen.In der Nacht wurde der Wind noch stärker und es klapperte und Piff in den Riggs der wenigen Boote. Am Morgen aber beruhigte sich das Wetter ein wenig und der Wind kam wieder mit guten 7 (also ca. 15m/s) aus Südost. Wir verließen die Dänische Südsee und querten mit einem guten Raumschots-Kurs den Kleinen Belt. Im südlichen Teil des Kleinen Belts gibt es zwei Untiefen, von denen die nördliche, der Hesteskoen, die flachste Stelle ist. Hier sinkt die Wassertiefe von über 40m auf 0,5m und das erzeugt bei einem so starken Wind und den dazugehörigen Wellen ziemliche Brecher und fliegende Gischt. Während der Vorbeifahrt stellten wir uns alle vor, dass dies ein Unterwasserfelsen am anderen Ende der Welt sei – Abenteuer- und Reiselust kam auf… Zum Nachmittag hin, wir hatten gerade Tranesand, die Nordspitze von Als, erreicht, nahm der Wind richtig ab und es trübte zusehens ein. Für uns war das aber kein Grund die Segel zu bergen und zu Motoren – nein, wir setzten das Groß und kreuzten in den Als Fjord und weiter bis durch die Enge vor Dyvig. Im Hafen bei dem Badehotel legten wir an und verkrochen uns im Nieselregen erstmal in den Salon; hier konnte Seewiefke ihren Komfort richtig ausspielen, denn wir Drei konnten nicht nur bequem drinnen sitzen, sondern es gab auch genug Platz, um unsere nassen Segelklamotten aufzuhängen.

Wer jetzt aber behauptet, dass es auf so einem Plastikdampfer immer warm und trocken sei, der irrt: Seewiefke hatte durch einige undichte Stellen an den Püttingen und im Deck ordentlich Wasser genommen und beide Salonpolster waren von unten nass…

Der Samstag begann grau aber trocken, der Wind hatte auf Südwest gedreht und so hofften wir ohne größere Probleme bis nach Wackerballig segeln zu können. Nachdem Robbi einige kleinere Reparaturen durchgeführt hatte – auf einem Plastikboot, das ja angeblich viel weniger Arbeit als ein Holzboot macht – setzten wir Segel und es ging durch den Als Fjord und den Als Sund nach Sønderborg.

Auf dem Als Sund erwischte uns dann ein kleiner Schauer, aber danach wurde das Wetter zunehmend besser und so konnten wir kurz hinter der Grenze auch das dicke Ölzeug ausziehen. Mit 2 bis 3 Windstärken und bei halbem Wind machte Seewiefke um die 4 Knoten, aber Nino drängte zur Eile: Wir wollten in Wackerballig noch die Segel und den Baum für das Kranen am kommenden Wochenende abschlagen und um 18uhr sollte Gunthi mit dem Zug in Flensburg ankommen… wir mussten uns also sputen! So legten Robbi und Nino schon vor dem Hafen das Groß ganz ordentlich und im Hafen ging alles dann easy, es blieb auch noch genug Zeit, um in Ruhe zu Duschen.

volle Distanz: 71.94 NM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.63 knots
Gesamtzeit: 05:27:09

In Flensburg trafen wir dann nicht nur Gunthi, sondern auch noch Bärbel und Helmut. Zusammen mit ihnen und einem Seglerpaar aus deren Freundeskreis gingen wir schön Essen, danach gab es noch einen Absacker im Hafen von Sonwig.

Sonntag war dann Abreise angesagt und das fiel mir gar nicht leicht… Während wir in der Marina Lounge beim Frühstück saßen, liefen zwei Folkeboote unter vollen Segeln aus und entschwanden in der herrlichen Sonne auf der azurblauen Bucht und sofort war mein Fernweh wieder da – aber die Saison ist fast zu Ende und ab jetzt träumen wir vom nächsten Jahr!

Kategorien: Törns

2 Kommentare bisher.

  1. Ralf sagt:

    Ahoi Björn,

    ich bin in Gedanken gerade mal mitgesegelt 🙂

    Als ich anfang Oktober auch Richtung Norden segelte, wurde ich von einigen größeren Wellen so durchnässt, dass ich mich entschloss doch lieber zurück in den ruhigen Hafen zu gehen und meine Urlaubswoche paddelnder Weise auf dem Plöner See und im Eckernförder Schwimmbad mit Sauna zu genießen. (ich werde wohl langsam bequem :-))

    Einhandsegeln mit nassen Matratzen ist nicht wirklich entspannend…….ich kenne nämlich auch das mit den undichten Püttings. 😉

    Dein Vater macht sich übrigens gut auf dem Boot und Oma und Mutter haben sich sicher gefreut mal wieder an der Ostsee zu sein.

    Ende des Monats werde ich wohl auch das Boot aus dem Wasser holen und kann es jetzt schon kaum erwarten das die nächste Saison beginnt.

    Herzliche Grüße

    Ralf

  2. Björn Ole Pfannkuche sagt:

    Hej Ralf,

    wir müssen im nächsten Jahr mal bei Dir und Deinem Boot vorbei kommen – die deutsche Küste kennen wir eh zu wenig…

    Ich werde mich im Winter mal bei Dir melden – hätte da zwei kleiner Anschläge (auch Bitten genannt) 😉

    LG

    BO