Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

Was gibt es Schöneres, als einen schönen Segeltag mit Freunden zu verbringen – nichts! Und wenn man dabei noch ganz viele auf ein kleines Boot, in ein enges Cockpit oder eine winzige Grillhütte bekommt, dann ist der Tag perfekt.

Nachdem ich Ende August schon ein phantastisches Wochenende mit Nino hatte, auf dem wir auch Bärbel und Helmut getroffen haben, kommt am zweiten Septemberwochenende alles zusammen: bestes Wetter und pure Segellust. Wir sitzen gerade mit Ike&Karin bei bester Sonne im Cockpit beim Frühstück, da kommt ein Anruf von Martin&Lars – was wir denn vor hätten, ihr Boot ist schon fast abgeriggt und sie würden uns gerne treffen.

Da am Sonntag eine Regenfront mit Starkwind über die Küste ziehen soll, hatten wir uns gerade auf Daysailing mit abendlichem Grillen in Wackerballig verständigt – was liegt da näher, als Lars&Martin dazu einzuladen? Kurze Zeit später, wir sind gerade erst mit dem Abwasch fertig, kommen die beiden schon mit Segelklamotten und Rettungswesten an – die See ruft.

Zu viert segeln wir auf LOTTE, Lycka folgt kurze Zeit später, und gemeinsam setzen wir Kurs Nord. Über Funk kommt dann plötzlich die Idee von einer Kaffeepause im Stadthafen von Sønderborg und schon kurze Zeit später erstrahlt die Silhouette der süßen kleinen Stadt vor uns in der Septembersonne.

Martin ist ganz glücklich über die Pause, auf LOTTE ist man doch etwas näher an den Elementen als auf Songlines und so wurde ihm schon etwas frisch. Wir gehen im Stadthafen an Lycka längsseits, und während Robbi, Lars und Martin Kuchen kaufen gehen, kochen Ike und Karin Kaffee.

Während alle anderen beschäftigt sind, melden sich Bärbel und Helmut: die beiden sind kurz vor Sønderborg und sie werden natürlich sofort mit eingeladen.

So dauert es nicht lang, und schon liegen zwei C888 hintereinander. Gemeinsam genießen wir die dänische Torte und einen leckeren Crémant, den Bärbel&Helmut noch an Bord haben, dann müssen wir leider wieder aufbrechen, denn wir wollen noch im Hellen mit dem Grillen in Wackerballig starten.

Auf dem Rückweg nimmt der Wind schon etwas zu, die Fahrt wird schneller und auch etwas feuchter. Lars fühlt sich ein wenig an die Zeit mit seinem Waarschip erinnert und genießt die direkte Steuerung mit Pinne und etwas Lage.

In Wackerballig geht dann alles schnell und routiniert – während Robbi schon die Grillhütte sauber macht (wegen der starken Vermüllung durch die Nutzung vor allem Hafen-Fremder ist dieses leider immer wieder nötig) und dann die Kohlen anheizt, machen wir Salate – im letzten Sonnenlicht sitzen wir dann mit unseren Freunden auf der Mole in Wackerballig und genießen gemeinsam das Ende eines phantastischen Tages.

Kategorien: Törns

Ein Kommentar bisher.

  1. Hans-Georg sagt:

    Tolle Fotos, sie strahlen Spaß und Freude aus. Sehr schön eingefangen.