Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

Leichter Wind aus nördlichen Richtungen, Sonne und gute Laune – da bleibt man nicht im Hafen! Beim Frühstück an Bord von Lycka diskutieren wir am 9.Juni die möglichen Ziele für das Wochenende bei dieser Wetterlage und da wir nicht schon wieder nach Høruphav oder Sønderborg wollen, entscheiden wir uns für eine Nacht vor Anker.

An der Nordseite der Flensburger Förde, fast genau gegenüber von Langballigau, liegt die kleine Bucht Skelde; eingebettet in liebliche Hügel und Wälder bietet sie guten Schutz für alle Winde aus nördlichen Richtungen.

Unter Segeln verlassen wir den Hafen und zuerst machen wir auch noch gut Fahrt mit Kurs Habernis, dann aber schläft der Wind immer wieder ein. Wir harren lange aus, warten auf Lycka, laufen dann aber doch von Windfeld zu Windfeld mit Motor.

Auf den letzten Meilen kommt dann aber noch eine abendliche Seebriese und so können wir fast bis zu unserem Ankerplatz segeln. In der der gut besuchten Bucht hat Lycka bereits den Anker geworfen und LOTTE geht bei ihr längsseits.

volle Distanz: 9.06 NM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 2.87 knots
Gesamtzeit: 04:45:35

Mit dem Beginn einer tollen Abendstimmung wird zusammen gekocht und dann im großen Cockpit von Lycka gegrillt – leider kündigen die Wolken von einer unvorhergesagten Wetterverschlechterung für den kommenden Tag…

In der Nacht hat es ein wenig geregnet, aber am Sonntag ist alles schon wieder trocken und so decken wir in bekannter Weise den reichhaltigen Frühstückstisch im Cockpit von Lycka. Als wir alle dort Platz nehmen, beginnt der Regen. Mit schnellen Handgriffen verlegen wir das Frühstück in den Salon, draußen regnet es sich leider ein.

Da helfen weder das ausgedehnte Frühstück noch der Blick auf das Regenradar, eine Wolke treibt die nächste vor sich her und noch ist keine Besserung in Sicht. So setzten wir gegen Mittag die Segel, aber auch der Wind spielt nicht mit; wie am Vortag schläft er immer wieder ein und so sitzen wir bei Flaute im Regen und denken an die tolle Stimmung des vorangegangenen Abends.

Da es nicht kalt ist, warten wir sehr lange mit dem Starten des Motors, aber als wir uns nur noch auf der Stelle drehen, geben auch wir klein bei. Mit Hilfe der arabischen Winde geht es in die Geltinger Bucht und dort kommt endlich eine schöne Briese – die letzten Meilen können wir perfekt segeln.

Die Sonne kommt leider erst einige Meter vor der Hafeneinfahrt hervor und so sind unsere Segel und auch das Ölzeug noch komplett nass, als wir unseren Liegeplatz erreichen.

volle Distanz: 8.8 NM
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3.54 knots
Gesamtzeit: 03:10:02

Da wir die kommenden beiden Wochen fürs Aikido im Schwarzwald sind, packen wir kurzerhand alles ein – zuhause kann es auch trocknen. Bei bestem Wetter machen wir LOTTE klar und nehmen Abschied von ihr, 3 Wochen ohne Boot sind in der Hauptsaison nur schwer zu verkraften.

Kategorien: Törns