Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

Heute war es endlich soweit: Die erste Nacht an Bord ohne zu frieren, der erste richtige Segeltag des Jahres!!

Aber der Reihe nach. Schon die Ankunft gestern Nacht war das erste Highlight – hatten wir die letzten Wochenenden nur Sturm, Kälte, Regen, so empfing uns die See gestern mit dem schönsten Sternenhimmel und lauen Temperaturen.  Auf vielen Schiffen saßen Leute im Schein Ihrer Öllampen und genossen die Nacht. Auch wir haben bis nach 2Uhr (Robbi nur mit T-Shirt) im Cockpit gesessen.

Der Morgen begann dann etwas anders als geplant, als wir gegen 8Uhr die Nase aus der Kajüte steckten, war alles in dichten Seenebel gehüllt – mehr als 2 Boote weit konnte man nicht sehen. Also blieben wir noch etwas in der Koje. Nach einem schönen Frühstück hatte es dann soweit aufgeklart, dass wir und nach draußen getraut haben.

Robbi hat das Boot beladen:

Und ich habe auf dem Boot Schäden der letzten Sturmwoche beseitigt und aufgeräumt. Außerdem haben wir uns – nach 20Jahren hartem Sommereinsatz – neue Brennertöpfe für unseren Origo 3000 gegönnt (was das heutige Kochen revolutioniert hat). Der Kocher selber wurde zwar schon oft repariert und geschweißt, die Brenner aber immer recht stiefmütterlich behandelt.

Nach all den Arbeiten, so gegen 12Uhr, war es dann endlich soweit: Der Nebel lichtete sich und wir konnten auslaufen.

Aus dem anfänglichen Nebel und der schlechten Sicht wurde dann, innerhalb von 30 Minuten, ein perfekter Segeltag: Kurz vor dem Leuchtturm von Kalkgrund kam die Sonne raus und aus der ohnehin schon schönen Wärme wurde ein richtiger Sommertag:

Leider kam mit der Sonne aber auch schnell die Flaute 🙁 Hatten wir vorher einen leichten Nord (ca. 3 Bft.) so wechselte der Wind jetzt zwischen "umlaufend" und "nicht vorhanden". Ab Höhe Falshöft sind wir dann mit Motor Richtung Schleimünde gelaufen.

Jetzt liegen wir in Kappeln, hinter der Brücke beim ASC, und werden morgen weiter Richtung Schleswig segeln.

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