Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

10
Apr
2012

Fertig !

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche… – wenn Goethe wüsste! Das Hamburger Ostern 2012 war kälter als Weihnachten und somit genau die richtige Zeit, um zu lackieren 🙁

Aber unser Ziel war es LOTTE an diesem verlängerten Wochenende fertig zu bekommen und es waren auch noch einige Restarbeiten zu erledigen. Den ganzen Karfreitag über haben wir Beschläge montiert, die Bilge ein weiteres Mal geschliffen und uns auf die große Herausforderung für den Samstag vorbereitet: Den neuen Wasserpass. Seit wir das Überwasserschiff mit 2K-Lack gespritzt haben, gibt es keum noch Regenstreifen oder ähnlichen Dreck – alles lässt sich gut abwischen. Da fiel es uns aber in den letzten Jahren immer deutlicher auf, dass der Wasserpass im Heckbereich nicht stimmig war, er war im Mittel eine halbe Planke zu tief.

Wie aber bekommt man eine gerade Linie auf ein rundes, schief stehendes Objekt, dass dann auch noch geklinkert ist? Unsere Versuche mit dem Rotationslaser waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt und so haben wir uns für die klassische Version mit einer Schnur entschieden: Das Boot wird so auf den Trailer gestellt, dass beide Seiten den gleichen Abstand zum Boden haben und dann konstruiert man am Bug und am Heck eine Halterung für die Schnur. Am besten ein langes Brett, denn man wandert mit der Schnur immer weiter nach innen Richtung Bootsmittelachse. An jeder Stelle, an der die Schnur das Boot berührt wird sie mit einem Klebestreifen fixiert; würde man das nicht machen, würde sie einfach an dem runden Bootskörper runter rutschen. Mit einer fixierten Schnur braucht man nur noch an selbiger entlang zu kleben und hat eine Kante des Wasserpasses. Gegen 22Uhr fiel die Temperatur dann deutlich unter den Gefrierpunkt und wir waren froh, dass wir für das Malen noch einen weiteren Tag hatten.

Am Samstag haben wir uns dann die Arbeit geteilt, einer saugt und wischt das Boot von innen, der Andere streicht den Wasserpass. Als kleine Aufmunterung in der Kälte hatten wir dann noch Besuch von Johannes, der selber ein altes Folkeboot hat und über unseren Blog einige Fragen gestellt hatte – so ein Ortstermin war dann einfacher und viel persönlicher als viele lange eMails.

Da wir wussten, dass wir an Ostern auch noch ein paar andere Dinge als LOTTE vor hatten, nutzten wir den Samstag zusätzlich dazu alle Dinge vom Dachboden mit zu nehmen, die wir dann am Ostermontag einladen wollten. Dieses erwieß sich später als gute Idee, denn es dauert schon ein Weile, bis man Segel, Tauwerk, Pütt&Pann, Polster und Elektronik aus dem dritten Stock ins Auto geschleppt hat.

Am Montag haben wir das Boot dann noch mal gereinigt und konnten dann mit einräumen beginnen – zuerst kamen die Schubladen selber, die Schranktüren und Regalböden, bevor wir diese dann gefüllt haben.

Zu guter letzt, noch nach den Spanngurten für die Fahrt nach Norden, haben wir das Boot dann von außen noch einmal gewischt. Jetzt steht LOTTE fertig in ihrem Winterlager und hofft auf eine wärmere Saison 2012!

Kategorien: Winterarbeit

Ein Kommentar bisher.

  1. Don Pedro sagt:

    Moin! Kompliment! Lotte strahlt und funkelt! Der Lack ist phänomenal! Könnte glatt an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen! Beste Grüße
    Don Pedro