Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

30
Mai
2017

Glanz bedeutet Arbeit

In den letzten Jahren habe ich immer wieder über unsere Arbeiten rund um das Thema Lackierung geschrieben – leider ging es dabei häufiger um die Probleme, als um Erfolgsberichte…

Unsere erste große Neulackierung der klargelackten Mahagoniteile vor 2 Jahren kam wieder hoch und obwohl die Wiederholung im letzten Jahr sehr viel besser war, so fiel der Lack (erwartungsgemäß) etwas ein. Daher haben wir im vergangenen Winter alles noch einmal angeschliffen und eine neue Schicht für die diesjährige Politur aufgebracht. Die Bedingungen waren optimal: Bei der Schicht ging es nicht um die maximale Dicke, sondern um ein gutes Finish, die Halle war geheizt, draußen war es windstill und der Lackauftrag erfolgte einen Monat vor dem Polieren – eigentlich genau richtig.

Leider zeigte sich bereits beim Schleifen vor der Politur, dass der Lack noch arg weich war; ein Glanz war zwar zu erzielen, aber dieser sah nicht von allen Seiten gleich aus, und so beschlossen wir erstmal ein paar Wochen die Sonne wirken zu lassen, und dann im Hafen weiter zu polieren.

Auch wenn der Saisonstart alles andere als warm und sonnig war, so hatte der Lack doch schon einiges an Festigkeit gewonnen, als Ralf und Manu auf dem Weg in ihren wohlverdienten Urlaub einen Abstecher nach Wackerballig machten. Wir hatten LOTTE extra an einen Ponton verholt und Strom verlegt, so dass die Arbeiten zügig beginnen konnten. Der Erfolg zeigte sich schnell: an vielen Stellen wurde aus dem einfachen Glanz eine echte Spiegelung.

Leider war der Lack an einigen Stellen aber immer noch relativ weich und so fällt er gerade im Cockpit langsam wieder etwas ein… Aber auch wenn einige behaupten, dass wir auf hohem Niveau jammern, so müssen wir doch im Winter wieder ran – LOTTEs Lack bleibt eben ein Dauerthema.

Kategorien: Törns, Winterarbeit