Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

15
Feb
2014

Unsere neue Werft

Als wir 2009, mitten in unserer Winterarbeit, Besuch von einem Photographen bekamen, da wussten wir noch nicht, was die Zeitschrift Yacht kurz darauf daraus machen würde: In der 9. Ausgabe 2009, in einem Foto-Essay über Winterlager, stand plötzlich etwas von einer Privatwerft… eine ganze Werft für ein einzelnes Folkeboot. Nun, 2009 ist lange her und mittlerweile haben wir wohl tatsächlich so etwas wie eine Werft. Wir bekommen nicht nur oft genug Anschriften von anderen Bootseignern mit Fragen rund um das Thema Restauration, es kommen auch öfters welche vorbei und nutzen unsere Maschinen.

Mit unseren Fähigkeiten wuchsen auch die Anforderungen an die Werkzeuge und bald reichten unsere alte Tischkreissäge und unser Hobel nicht mehr aus… Anfang des Jahres kam dann das große Angebot: Matthias, ein Freund vom Aikido, wollte seinen gesamten Maschinenpark modernisieren und bot uns die "alten" Maschinen für den gleichen Preis an, zu denen der Hersteller der neuen, diese in Zahlung nehmen wollte – da mussten wir zuschlagen!

Über eBay verkaufen wir unseren alten ELU Hobel und die Absauge und Kreissäge von Elektra Beckum, legten Drehstrom in unseren "Maschinenraum" und freuten uns auf neues Werkzeug.

Mit einem Hänger von Jan und zwei Volvos haben wir heute alles abgeholt – was für eine Schlepperei! Matthias hatte zwar alles perfekt vorbereitet – alle Zusatzteile waren in ordentlich beschriftete Kisten verpackt und neben den Maschinen standen Rollbretter bereit. Das Problem war nur mal wieder meine Gesundheit: Mit einer Rippenprellung fiel ich für das Tragen nahezu vollkommen aus und so blieb alles an Robbi und Matthias hängen.   Trotzdem war in nicht ganz 2 Stunden alles verpackt und dann ging es voll beladen zu LOTTE. Dort wartete bereits Mike auf uns, der uns freundlicherweise beim Entladen geholfen hat – so ist das eben unter Folkebootlern, man hilft sich nicht nur in der Saison. Vielen Dank! So füllte sich unsere Werkstatt recht schnell, und wir mussten erstmal planen, was wo stehen soll – was brauchen wir am häufigsten? Was hat Rollen und ist fahrbar? Bei welchem Werkzeug braucht man wieviel Platz zum Arbeiten? So bekam alles seinen (vielleicht erst vorläufigen) Platz, wurde ausgerichtet und justiert. Nachdem wir mit allem fertig waren, ein Gefühl wie Weihnachten und Geburtstag in einem, waren wir trotzdem nicht zufrieden: Bei 12°C hatten wir nicht eine Lage Lack aufgetragen und das passt garnicht in unseren Zeitplan…

Aber morgen soll es ja auch noch warm sein und Lackieren geht ja auch am Sonntag ganz gut – ein kleiner Zwischenstopp auf dem Weg nach Wilhelmshaven.

Kategorien: Allgemein, Winterarbeit

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