Folkeboot Lotte

ein halbes Jahrhundert auf der Ostsee

Der Tag, an dem wir den ersten Lack aufbringen, ist für uns in jedem Winter etwas besonderes – zum einen wird die Arbeit staubfreier, weniger anstrengend und auch einfacher, zum anderen markiert der Anfang vom Lackaufbau das Ende des Winters. Die Tage werden wärmer und länger, in den Pausen vor der Halle hört man die Vögel und mit dem beginnenden Frühjahr naht auch endlich die Saison! Während der Epoxi-Woodprimer in seiner Anwendung noch etwas gewöhnungsbedürftig war – mal härtete er gut, mal schlecht, mal lief er, mal bildete er eine schöne Oberfläche – war die erste Schicht Lack nicht nur schnell aufgetragen, sie härtete auch super gut aus. Nach etwas über einer Stunde waren wir einmal um das Boot herum, und der erste Lack war da schon fest und sah perfekt aus! Mit so einem guten Ergebnis hatten wir nicht gerechnet – vor allem, da wir gerade mal 6°C hatten. Nach einer Pause mit Tee und Kuchen ging es dann gleich an die zweite Lage. Diese war, da der Untergrund ja nicht frisch geschliffen war, etwas schwieriger aufzubringen, ergab dann aber auch gleich schon eine toll spiegelnde Oberfläche. Nach dem ersten Lackierwochenende hatten wir so 3 Lagen geschafft, genug für einen Zwischenschliff. Am vergangenen Samstag haben wir dann letzte Unebenheiten aus Lack und Grundierung geschliffen, jetzt war die Schichtstärke so groß, dass wir uns keine Angst um unsere Beize machen mussten.

Hier zeigte sich jetzt auch einer der weiteren Vorteile des 2K-Lacks: Trotz der Temperatur waren alle Lagen nach einer Woch so hart, dass wir gut schleifen konnten. Für die Laufnasen nutzten wir 400er Schleifpapier, dann kam das 600er über alle Flächen. Bei Rundungen und anderen schwierigen Stellen nutzen wir ein Schleifvlies, welches wir ab jetzt für alle weiteren Zwischenschliffe nutzen werden. Mit seinem guten Lackierergebnis im ersten Durchgang des Tages, musste Robbi dann auch den zweiten Anstrich machen – da blieb für mich leider nicht viel zu tun… Unsere ersten Erfahrungen mit dem neuen Lack sind bis jetzt nur positiv  – so viele Lagen, die dabei auch noch so gut aussehen, bekommen wir mit anderen Produkten in der kurzen Zeit nicht hin; wer nur die Wochenenden zur Verfügung hat, der muss seine Zeit eben optimieren.

In dieser Woche (wir nutzen das Überstreichintervall ohne Zwischenschliff von max. 72h) sollen weitere 6 Lagen folgen und dann wird für das Finish geschliffen und alles vorbereitet. Parallel streichen wir das Unterwasserschiff und die oberste Planke, es gibt also noch viel zu tun bis wir endlich wieder ins Wasser können!

Kategorien: Winterarbeit